Der Kreis feiert den Internationalen Mädchentag: Aufblühen für die eigenen Rechte

Pressemitteilung der Gemeinde Bischofsheim

Unter dem Motto „Aufblühen“ fand im Jugendhaus Bischofsheim die kreisweite Aktion „Just girls* in action“ für Mädchen anlässlich des Internationalen Mädchentags statt. Kinder und Jugendliche aus dem Kreis Groß-Gerau kamen gemeinsam mit ihren Jugendarbeiterinnen zusammen, um Neues zu entdecken und Kontakte zu knüpfen.

Die liebevoll gestalteten Workshops boten vielfältige Möglichkeiten, eigene Fähigkeiten zu erproben. Beim Bauen von Seedbombs, beim Hämmern, beim Gestalten von Buttons und beim Emotionsmemory konnten die Teilnehmerinnen kreativ werden. Neben dem gemeinsamen Spaß stand die gegenseitige Stärkung im Mittelpunkt. Über ihre eigenen Mädchengruppen hinaus knüpften die Mädchen Kontakte und schlossen Freundschaften.

Dass „Just Girls“ dabei Programm ist, zeigt sich im Konzept des Abends: Jungen müssen draußen bleiben, damit die Mädchen unter sich sein und sich frei entfalten können. Dieses Konzept stößt mitunter auf Kritik, da der Ausschluss von Jungen als Benachteiligung und Widerspruch zur Gleichberechtigung verstanden wird. Die Koordinatorin der Veranstaltung Alexandra Zerl vom Jugendbildungswerk des Kreises Groß-Gerau, kennt diese Kritik und betont die Bedeutung geschützter Räume für Mädchen: „Damit Mädchen sich entfalten und Neues ausprobieren können, brauchen sie Gelegenheiten, in denen sie nicht in Konkurrenz zu Jungen stehen und sich frei von Geschlechterstereotypen entwickeln können.“

Wie wichtig solche Räume sind, verdeutlicht Zerl am Beispiel eines Tischkickers, wie er in vielen Jugendhäusern zu finden ist: Jungen besetzen ihn häufig sofort, während Mädchen sich mitunter zurückhalten. Geschützte Räume ermöglichen es ihnen, eigene Erfahrungen zu sammeln und Selbstvertrauen aufzubauen.

„Man darf nicht außer Acht lassen, dass jedes Mädchen unterschiedliche familiäre Hintergründe mitbringt und Gleichberechtigung in den Familien unterschiedlich gelebt wird. Wir bringen hier die Mädchen zusammen und geben ihnen die Möglichkeit, sich auszutauschen und neue Perspektiven kennenzulernen“, erklärt Alexandra Zerl.

Wie gut das Konzept angenommen wird, zeigt sich im Laufe des Abends: Mit selbst gestalteten Buttons und Botschaften wie „Mädchenrechte sind Menschenrechte“ und „Meine Zukunft zählt“ setzen die Teilnehmerinnen ein sichtbares Zeichen für ihre Rechte und ihre Zukunft. Auch beim gemeinsamen Quiz zu Themen wie Taylor Swift, Marie Curie und der Frauenrechtsbewegung überzeugen sie mit ihrem Wissen und ihrer Selbstsicherheit.