In Bischofsheim bieten Benjeshecken Lebensraum für Kleintiere

Neu aufgeschichtet aus abgeschnittenen Zweigen sind die sogenannten Benjeshecken im angrenzenden Bereich zur Wohnbebauung des Wingertspfads.

Ein starker Rückschnitt der Gehölze, dann das Schnittgut locker aufstapeln und fertig ist die sogenannte Benjeshecke. Schon seit mehreren Jahren türmen Mitarbeiter des Bauhofs mit einem Teil der abgeschnittenen Äste Totholzhecken auf. Jetzt rücken erstmals solche Gebilde in das direkte Blickfeld des Bürgers, da sie in unmittelbarer Nähe zur Wohnbebauung des Wingertspfads aufgeschichtet wurden.

Um den Verjüngungsschnitt nicht zu radikal wirken zu lassen, beschnitten im Februar Mitarbeiter des Bauhofs jede zweite Pflanzinsel innerhalb dieses Grünbereichs. Mit den Ästen von Hartriegel, Hasel, Weide und anderem Schnittgut schichteten sie dann die Benjeshecken auf.

Namensgeber für die Totholzhecken ist Hermann Benjes. Er propagierte schon den 1980er Jahren diesen Umgang mit Schnittgut. Tot sind solche Hecken nicht, denn sie bieten Tieren Unterschlupf. Zahlreichen Vogelarten, Kleinsäuger und Insekten schätzen den aufgestapelten Gehölzschnitt als Lebensraum. „In den abgeschnittenen Ästen steckt ebenfalls noch Leben. Die von uns verwendeten  Weidenzweige schlagen Wurzeln, bilden Blätter aus und wachsen dann weiter“, erläutert Gärtnermeisterin Susanne Schnell. Die Leiterin des Bauhofs will in den kommenden Jahren für weitere Benjeshecken in Bischofsheim sorgen, damit die dicht bebaute Gemarkung Rückzugsorte für Kleintiere bietet.