Gedenkveranstaltung: 75. Jahrestag des großen Bombenangriffs auf Bischofsheim

Nur 15 Minuten dauerte der Luftangriff auf Bischofsheim. Das war am 13. Januar 1945. Jetzt jährt sich der große Bombenangriff auf die Gemeinde zum 75. Mal. Rund 300 Tonnen Sprengbomben wurden damals abgeworfen. Viele verfehlten das ursprüngliche Angriffsziel – den kriegswichtigen Verschiebebahnhof von Bischofsheim. Durch den Bombenangriff versanken deshalb viele Wohnhäuser in Schutt und Asche. Es starben 129 Menschen. Ganze Bischofsheimer Familien wurden ausgelöscht.

Am Sonntag, dem 12.01.2020, um 11.00 Uhr, findet in der Trauerhalle des Friedhofs in Bischofsheim eine offizielle Gedenkfeier für die Opfer des Bombenangriffs statt. Die Ereignisse dieses schicksalsschweren Tages für Bischofsheim werden von den Rednern, Bürgermeister Ingo Kalweit und dem Leiter der Kulturverwaltung der Gemeinde, Bernd Schiffler, nachgezeichnet. Der evangelische Pfarrer Klaus Gottschlich wird den folgenden Fragen nachgehen: „Warum erinnern wir uns? Welche Rolle hat das Gedenken in unserer heutigen Gesellschaft?“ Für die musikalische Umrahmung sorgt Stefan Finkenauer.

Die Gemeinde Bischofsheim lädt zu dieser Gedenkveranstaltung ganz besonders herzlich auch die Nachfahren der Opfer ein.

Zu dem Opfern des Bombenangriffs gehörte auch der Bischofsheimer Lehrer und Heimatforscher Georg Mangold. Am Sonntag, den 12. Januar 2020, um 14.00 Uhr, findet im Museum Bischofsheim eine Vernissage mit Gemälden, Aquarellen und Zeichnungen Mangolds statt, die der Heimat- und Geschichtsvereins zusammengestellt hat.