Bundesverdienstkreuz für Wolfgang Schneider

Wolfgang Schneider wurde am 1. November im Frankfurter Römer das Bundesverdienstkreuz verliehen.

Staatssekretärin Juliane Seifert überreichte Wolfgang Schneider das Bundesverdienstkreuz im Namen des Bundespräsidenten im Frankfurter Römer.

Ein in Bischofsheim wohlbekannter Bürger wurde jetzt im Frankfurter Römer ganz besonders geehrt: Der Kulturwissenschaftler Professor Dr. Wolfgang Schneider erhielt das Bundesverdienstkreuz 1. Klasse. Geehrt wurde Schneider – so zitierte Staatssekretärin Juliane Seifert im Namen von Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier – für seine großen Verdienste für kulturelle Bildung und kulturelle Vielfalt, für das Kinderrecht auf Teilhabe an Kunst und Kultur, für die Wertschätzung und Förderung der Künstlerinnen und Künstler in Deutschland und für den internationalen Austausch.

Seit über 30 Jahren engagiert sich Wolfgang Schneider für kulturelle Bildung, für die Förderung der Künste, für eine Kulturpolitik mit Gestaltungswillen und für die Darstellenden Künste für und mit Kindern und Jugendlichen. 1989 gründete er das Kinder- und Jugendtheaterzentrum in der Bundesrepublik Deutschland, entwickelte den Deutschen Kindertheaterpreis und den Deutschen Jugendtheaterpreis. Seit 21 Jahren ist Wolfgang Schneider Vorsitzender des Netzwerks der Kinder- und Jugendtheater. Von 2003 bis 2007 wirkte er in der Enquete Kommission „Kultur in Deutschland“ mit.

Schneider forscht und lehrt seit 20 Jahren am Institut für Kulturpolitik der Universität Hildesheim. Trotz seines überregionalen Engagements bleibt er seiner Heimatgemeinde treu. Er wohnt und lebt in Bischofsheim. Das SPD-Mitglied setzt sich schon viele Jahre als Kommunalpolitiker für Bischofsheim ein, unter anderem als Mitglied der Gemeindevertretung, Vorsitzender der SPD-Fraktion und später als Erster Beigeordneter. Er hat in dieser Zeit die Städtepartnerschaft maßgeblich vorangebracht und die Entwicklung der Bischofsheimer Bücherei in der heutigen Form geprägt. Gegenwärtig ist er Mitglied des Gemeindevorstands.

Schneiders kulturelles Engagement für die Mainspitzkommunen begann schon Mitte der 1970er Jahre als künstlerischer Leiter des Kommunalen Kinos Mainspitze. Einer Vielzahl von Zuhörern ist er durch seine immer wieder vergnüglichen Lesungen im Bischofsheimer Museum und in der Bücherei bekannt. Dazu Ingo Kalweit, Bürgermister von Bischofsheim: „Sein Engagement für und in – Bischofsheim, die Mainspitze, den Kreis Groß-Gerau und ganz Deutschland – ist überwältigend. Wir freuen uns, dass wir in Bischofsheim solche Menschen wie Wolfgang Schneider haben, die im Großen wie im Kleinen wirken. Neben dem umfassenden kulturellen Wirken hat Schneider sich über Jahrzehnte auch politisch für die Gemeinde engagiert und sich dabei über Parteigrenzen hinaus Respekt erworben. Er stellt eine gewichtige Stimme im Gemeindevorstand, die stets gehört wird."