Ausstellung zu 100 Jahre Frauenwahlrecht: „Mir koche vor Wut“ für zwei Monate in Bischofsheim

„Mir koche vor Wut“, so heißt – hessisch eingefärbt – der Titel einer Wanderausstellung, die sich mit engagierten Frauen als Erfolgsrezept für die Politik im Kreis Groß-Gerau beschäftigt. Sie ist in der Bischofsheimer Bücherei, vom 2. April bis zum 29. Mai zu sehen und zeigt innerparlamentarisch und außerparlamentarisch engagierte Frauen, soziale Bewegungen und Ereignisse im Kreis Groß-Gerau. Vor dem Hintergrund des 100-jährigen Jubiläums des Frauenwahlrechts will die Ausstellung auf die gesellschaftliche Bedeutung von Engagement aufmerksam machen. Konzipiert wurde sie vom „Büro für Frauen und Chancengleichheit“ des Kreises Groß-Gerau.

Die Ausstellung zeigt, dass in Bischofsheim ebenfalls mutige und politisch engagierte Frauen zu finden sind. Wer kennt ihre Namen? Sie leisteten organisierten Widerstand gegen das Hitler-Regime und kamen dafür ins Gefängnis. Wählen dürfen und gewählt werden: Nach dem Krieg, im Jahr 1952, war Maria Eiswirth das erste weibliche Mitglied im Gemeinderat von Bischofsheim. Im Jahr 1964 wurde Erika Weiler als erste Frau in die Gemeindevertretung der Eisenbahnergemeinde gewählt. Sie behielt ihr Mandat 30 Jahre lang.

Für Bischofsheim haben Renate Bleith, Elke Möller und Trudi Hartung Fakten und Namen zusammengestellt. Unterstützt wurden sie von Katja Press, die das lokale Zeitungsarchiv ihres verstorbenen Vaters, Dieter Press, für die Recherche öffnete. 

„Mir koche vor Wut – Engagierte Frauen als Erfolgsrezept für die Politik im Kreis Groß-Gerau“ist, vom 2. April bis zum 29. Mai, zu den regulären Öffnungszeiten der Bücherei Bischofsheim, Schulstraße 32, zugänglich: dienstags von 15 bis 18 Uhr, mittwochs von 10 bis 13 Uhr und 15 bis 18 Uhr, donnerstags von 15 bis 19 Uhr, freitags von 15 bis 18 Uhr und samstags von 10 bis 13 Uhr. Der Eintritt ist frei.

 

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