Am Alten Gerauer Weg: Gebrauchtwagenhandel mit Magerwiese

Auf dem ehemaligen Bahngelände tut sich was: Derzeit liegt der Antrag auf Nutzungsänderung bezüglich des Geländes mit der Adresse „Am Alten Gerauer Weg 30“ dem Kreisbauamt zur Genehmigung vor. Auf circa 5.000 Quadratmeter, des insgesamt rund 15.000 Quadratmeter großen Geländes, soll ein Gebrauchtwagenhandel entstehen.

Um dieses Gelände, das neben dem Lokschuppen und dem Alten Trafohaus am Ende der Straße „Im Attich“ liegt, gab es 2017 schon rege Diskussionen. Kurzfristig sah es so aus, als ob dort ein „Park-and-Fly-Parkplatz“ entstünde. Wegen des befürchteten hohen Verkehrsaufkommens, bis zu 500 Parkplätze wollten die Investoren einrichten, scheiterte das Vorhaben.

Jetzt soll auf einer Teilfläche des Geländes ein Gebrauchtwagenhandel mit 109 Stellplätze und einen Büro entstehen. Bautätigkeiten werde es dort nicht geben, weil der Platz schon planiert und das Gebäude schon vorhanden ist, teilt die Gemeindeverwaltung Bischofsheim mit.

Der Gemeindevorstand von Bischofsheim hat eine Liste mit Auflagen an das Kreisbauamt gesandt, die Bedingung für eine Genehmigung sein soll. Darin heißt es, dass die neuen Pächter auf dem von ihnen nicht genutzten Gelände, von circa 10.000 Quadratmetern, eine sogenannte Magerwiese als Insektenweide anlegen müssen. Die Belieferung des Gebrauchtwagenhandels darf nur einmal in der Woche mit einem Lkw erfolgen. Dabei sind Lieferzeiten von 7.30 bis 8.30 Uhr und 11.30 bis 13.30 Uhr ausgeschlossen. Damit sind die Grundschüler der Georg-Mangold-Schule auf ihrem Schulweg nicht beeinträchtigt.

Nur zu den Öffnungszeiten des Handels, montags bis freitags von 9.00 bis 18 Uhr und samstags von 9.30 bis 14.00 Uhr, ist mit motorisierten Kundenbesuchen zu rechnen. „Der Gebrauchtwagenhandel wird heute überwiegend über das Internet abgewickelt. Großen Kundenströmen wird es nicht geben“, stuft Bürgermeister Ingo Kalweit die zusätzliche Verkehrsbelastung für die Anwohner als gering ein. „Im Vergleich zu dem verhinderten Park-and-Fly-Parkplatz, mit 500 Stellplätzen, die Tag und Nacht für Autoverkehr gesorgt hätten, ist ein Autohandel mit 100 zum Verkauf stehenden Fahrzeugen verträglicher, begrüßt Kalweit das Vorhaben.

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